Aktuelles

 

Saturday Night Fever auf dem Robert-Brauner-Platz

Flashmob in der Herner Innenstadt bewegt Generationen 

 

 

Am Welthospiztag hat der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst zum Tag der offenen Tür in die Bahnhofstraße 137 eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein nutzen zahlreiche Besucher die Gelegenheit, die Räumlichkeiten und das Angebot des AHPD kennenzulernen.

 

Großes Interesse fand der erstmals präsentierte „Demenz-Parcours“. Der aus 13 Stationen bestehende Parcours "Hands-on Dementia" ist eine Selbsterfahrungsmethode, die es ermöglicht, sich in die Welt eines Menschen, der an Demenz erkrankt ist, einfühlen zu können. Verschiedene Alltagssituationen vom Anziehen bis zum Abendessen werden simuliert.

 

Besonderer Programmpunkt an diesem Tag war ein Flashmob in der Herner Innenstadt. Auf dem Robert-Brauner-Platz kamen Jung und Alt unter dem Motto „Generationen bewegen“ zusammen. Gemeinsam mit der bundesweiten Initiative „Wir tanzen wieder“, der Stadt Herne und der Herner Tanzschule „Tanzpott“ wollte der AHPD auf das Thema „Leben bis zuletzt – trotz Demenz“ aufmerksam machen. Bürgermeisterin Andrea Oehler hat sich nicht nur die Zeit genommen, den Flashmob offiziell zu eröffnen, sondern war auch selbst vom Anfang bis zum Ende aktiv dabei. „Mein Wunsch und der von der Stadt Herne ist es, eine Kommune zu sein, in der Menschen mit Demenz und ihre Familien gut leben können“, machte die Bürgermeisterin ihr Engagement deutlich. „In Herne wird eine hervorragende Arbeit im Bereich der Hospiz- und Palliativarbeit geleistet, gemeinsam können wir eine Einheit bilden, die das Thema nicht mehr so schwer auf der Brust liegen lässt.“

 

Lisa Binse, bei der Stadt Herne für den Fachbereich Gesundheit und Gesundheitsförderung tätig, war begeistert von der Aktion. „Solche Angebote, die niederschwellig wahrgenommen werden können und ganz individuell abgestimmt sind, unterstützen wir besonders gerne. Verschiedene Formen der Ansprache, ob mit Singen oder Tanzen, sprechen Menschen mit Demenz auch im fortgeschrittenen Verlauf ihrer Erkrankung besonders an.“

 

Als Taktgeber für den John Travolta Hüftschwung, einen Walzer, einen Cha Cha Cha und eine Polonäse fungierten die Initiatoren Stefan Kleinstück und Hans-Georg Stallnig von der Initiative „Wir tanzen wieder“.

 

Der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zu einem besonderen Tag beigetragen haben. „Leben bis zuletzt“, mit seinem vielen Facetten, ist wieder einmal deutlich geworden. 

 

Bildergalerien zum Tag der offenen Tür und dem Flashmob finden Sie hier: Bildergalerien 14. Oktober 2017

 

Am 14. Oktober ist Welthospiztag - Gemäß des Mottos „Jeder Moment ist Leben“ wird es höchst munter zugehen. Wir haben uns ein buntes Programm überlegt, um Besuchern die Befangenheit zu nehmen, wenn es um die Begegnung mit dem Thema Sterben geht. Schwere Krankheiten, Sterben und Tod sind Teil des Lebens.

In der Zeit von 11 bis 17 Uhr stellen wir unsere Arbeit vor, Betroffene und Ehrenamtliche laden zum offenen Gespräch „von Mensch zu Mensch“ ein. Die Besucher können bei einem Demenz-Parcours ausprobieren und nachempfinden, wie sich Menschen mit Demenz fühlen. Wer mag, kann sich vor Ort einen Loop nach Wunsch nähen lassen, was im Rahmen des Kreativmarktes in den Räumen des AHPD angeboten wird. Die kleinen Besucher dürfen sich auf Kinderschminken, Malen und Luftballons freuen und alle zusammen auf Grillwurst, Suppe und Waffeln.

Um 13.15 Uhr wird es spannend, denn dann lädt das Team des AHPD zu einem Flashmob ein, einer kurzen Mitmachaktion in der Fußgängerzone am Robert-Brauner-Platz. Gemeinsam mit den Ideengebern der bundesweiten Initiative Wir tanzen wieder und der Tanzschule Tanzpott werden unter dem Motto „Generationen bewegen“ Jung und Alt auf der Bahnhofstraße in Schwung gebracht.

AHPD bietet Gesprächsgruppe für Trauernde an

Erster Termin am 10. Oktober 2017 

 

Wer einen nahestehenden Menschen verloren hat, trauert. Nichts ist mehr wie es war, alles hat sich verändert.

 

Auch wenn jeder und jede einen ganz persönlichen Trauerweg gehen muss, kann es trotzdem hilfreich sein, sich mit anderen auszutauschen, anderen zuzuhören und so gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln.

 

Wir laden Sie herzlich zu einer festen Gesprächsgruppe für Trauernde ein.

Ausführliche Informationen zur Anmeldung und den Terminen finden Sie hier Trauerbegleitung.

 

 

Seminar-Wochenende in Freckenhorst

 

24 Ehrenamtliche, 3 Hauptamtliche und 1 Referent waren am vergangenen Wochenende gemeinsam in der Landesvolkshochschule in Freckenhorst zu Gast.

Anlass war ein Seminar-Wochenende, das ein abwechslungsreiches Programm zu bieten hatte: Neben der Auseinandersetzung mit den Themen Schuld und Schuldgefühlen in der Begleitung, gab es natürlich auch eine Zeit der Begegnung untereinander. Diese diente dem besseren Kennenlernen zwischen „neuen“ und „alten“ Ehrenamtlichen.

 

Es war eine sehr intensive gemeinsame Zeit, aber alle haben die Auszeit in der schönen Landvolkshochschule in Freckenhorst sehr genossen.

 

„Ich gehe heute viel offener auf Menschen zu.“

 

Neuer Kurs und Informationsabend zur ehrenamtlichen Begleitung in der ambulanten Hospizarbeit oder auf der Palliativstation

 

Der „Förderverein Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.“ bietet im November 2017 wieder einen Kurs zur Erstqualifizierung ehrenamtlich Interessierter an. Am Donnerstag, 21. September 2017 findet um 18.00 Uhr eine Informationsveranstaltung zu Inhalten und Abläufen des Kurses in den Räumlichkeiten des AHPD statt.

 

Ihre Bedenken und Zweifel, ob das Ehrenamt für sie das Richtige ist, haben Silke Fromme-Unkhoff und Christa Schodl noch gut in Erinnerung. Die beiden Frauen haben sich beim letzten Kurs kennen und schätzen gelernt und sind seit März 2017 Teil des ehrenamtlichen Teams beim Förderverein.

 

„Es gab niemanden, der keine Zweifel hatte“, erzählt Silke Fromme-Unkhoff, „aber diese Zweifel sind gesund, sie gehören zu dem Weg des Kurses dazu.“ Sie gibt ehrlich zu „Der Kurs hat meine Festplatte ganz schön durcheinandergebracht, aber ich bin heute glücklicher und zufriedener mit dem, was ich habe.“

 

Beide waren mittlerweile mehrfach in der Begleitung von schwerkranken, sterbenden oder dementen Menschen aktiv. „Meine erste Begleitung war etwas ganz Besonderes, die Chemie hat sofort gestimmt“, erzählt Christa Schodl mit glänzenden Augen. „Ich weiß, das war etwas Besonderes, denn jede Begleitung ist so individuell, wie der Mensch selbst“, macht Schodl deutlich. Auch bei ihr hat der Kurs Spuren hinterlassen: „Durch die Teilnahme an der Erstqualifizierung habe ich meine Berührungsängste verloren, ich gehe heute viel offener auf Menschen zu.“ Ihr Rat an alle Interessierten: „Kommen und selber erleben.“

 

Interessierte melden sich bitte telefonisch unter 02323 – 988 290, um vorab einen Termin zu vereinbaren. In einem persönlichen Informationsgespräch können Fragen zu Inhalten und Abläufen geklärt werden. 

  

Treffen mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Bei der Jubiläumsfeier von der Palliativstation im EvK Herne und dem AHPD - Anfang dieses Jahres - stellte die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach einen Besuch von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei beiden Einrichtungen in Aussicht. Gestern durften wir den Minister gemeinsam mit Frau Fischbach und dem Bundesvorsitzenden der Jungen Union Deutschland, Paul Ziemiak, im Evangelischen Krankenhaus Herne begrüßen.

Nach Grußworten von Frank Obenlüneschloß, Vorsitzender des „Fördervereins Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.“, von Staatssekretärin Ingrid Fischbach und von Minister Hermann Gröhe, erläuterte Frank Obenlüneschloß das Grundprinzip der Palliativarbeit und stellte auch den Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst vor, der bedeutender Teil des Konzeptes ist.

In Bezug auf die ambulante Hospizarbeit galt das Interesse von Hermann Gröhe u.a. den Besonderheiten bei der Begleitung von Menschen mit Demenz am Lebensende und ihren Angehörigen. Aus vielen Gesprächen weiß er, wie schwierig es ist, den „richtigen Zeitpunkt“ für die Begleitung zu finden und das insbesondere bei Menschen mit Demenz eine frühe Begleitung notwendig ist.

Auf dem Weg zur Palliativstation erhielten die Besucher aus Berlin auch die Gelegenheit die aktuelle Ausstellung des EvK „Nach den Dingen“ mit Fotoarbeiten von Tabea Borchardt zu betrachten, die anlässlich des Palliativ-Doppeljubiläums Sterben und Tod zum Thema hat. Auf der Station schließlich konnte der Minister sehen, dass die Palliativstation sich nicht nur konzeptionell, sondern auch optisch deutlich von einer normalen Klinikstation unterscheidet. Der Schatzmeister des Palliativ-Fördervereins, Werner Karnik, nutzte den Besuch des Ministers, um Hermann Gröhe auf die schwierige finanzielle Situation in der Palliativversorgung hinzuweisen.

 

Förderverein erstmals beim Cranger Festumzug aktiv 

Prämierung als beste Fußgruppe ist krönender Abschluss

 

Die erste Teilnahme am Festumzug der Cranger Kirmes war ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten.

Bei strömendem Regen wurden am frühen Samstagmorgen die letzten Vorbereitungen beim „Sammelpunkt Evonik-Parkplatz“ getroffen. Unter dem Motto „Wer zuletzt lacht...“ reihte sich die Fußgruppe des „Förderverein Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.“ gegen 11 Uhr in den Festumzug ein.

Die Stimmung unter den 30 Haupt- und Ehrenamtlichen konnte das Wetter nicht trüben, alle waren mit bester Laune und vollem Einsatz dabei. Ausgestattet mit leuchtend grünen T-Shirts, eigens angefertigten Schals und Taschen und einem - an einem Rollator befestigten - Wimpel, war die Gruppe bestens zu erkennen.

Die Taschen waren gefüllt mit Fächern, Microfasertüchern, Sattelschonern und selbstgebastelten Kleinigkeiten für die Kinder. Die Fächer mit dem Vier-Jahreszeiten-Baum waren natürlich für einen Umzug bei Sonnenschein gedacht, trotzdem waren sie bei den Besuchern am Straßenrand heiß begehrt. Für bessere Sicht konnten die Microfasertücher direkt zum Einsatz gebracht werden und die Sattelschoner wurden das ein oder andere Mal zum Regenschutz umfunktioniert.

Immer wieder gab es Applaus und positive Rückmeldungen der Besucher für die Aktiven. Nach Monaten der Planung verging der Marsch von Eickel nach Crange plötzlich wie im Flug.

Krönender Abschluss der ersten Teilnahme am Festumzug der Cranger Kirmes war die Prämierung der Jury. Heute Abend folgt die offizielle Ehrung durch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.

Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihr tolles Engagement!

Weitere Fotos finden Sie in unseren Bildergalerien und auf den Seiten von inherne  und halloherne.

 

 

Sterbebegleitung und Humor passen zusammen Förderverein erstmals beim Festumzug der Cranger Kirmes dabei

 

Anlässlich der diesjährigen Jubiläen der Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Herne (25 Jahre) und des Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst (20 Jahre) werden haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter erstmal am Festumzug der Cranger Kirmes teilnehmen.Unter dem Motto „Wer zuletzt lacht...“ wird eine Fußgruppe beim Umzug mitmarschieren.

 

Sterbebegleitung wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf die Themen der Trauer und des Leids reduziert. Der Förderverein möchte an diesem Tag den Zuschauern und allen Beteiligten zeigen, dass Sterbebegleitung und Humor durchaus zusammenpassen.

 

Durch die tägliche Arbeit auf der Palliativstation und der Begleitung von schwerkranken Menschen zu Hause, im Alten- und Behindertenheimen sowie im Krankenhaus wissen wir, wie wichtig vor allem Humor am Lebensende ist. Humor ist nicht nur die Basis, sondern auch die Brücke im menschlichen Zusammensein, ganz egal in welcher Lebensphase.

 

Eine Arbeitsgruppe ist seit Anfang des Jahres damit beschäftigt, sich um die Planungen für den 5. August zu kümmern. Unterstützt wird sie dabei von der Kreativgruppe des Fördervereins. Diese 2016 unter dem Motto „Handarbeit verbindet und bringt in Bewegung“ ins Leben gerufene Gruppe, ist in den letzten Wochen besonders gefordert. Aus einem eigens produzierten Stoff mit dem Vier-Jahreszeiten- Baum werden Taschen, Schals und Loops für die haupt- und ehrenamtlichen Akteure geschneidert.

 

Die Gruppe der Haupt- und Ehrenamtlichen freut sich sehr darauf, erstmals an dieser traditionellen Herner-Veranstaltung teilzunehmen und mit den Menschen am Straßenrand in Kontakt zu kommen. 

Kurs "Leben bis zuletzt" startet im November -

Erstqualifizierung für ehrenamtlich Interessierte

 

Diese Erstqualifizierung ist für Menschen, die sich eine ehrenamtliche Mitarbeit in der Ambulanten Hospizarbeit oder auf der Palliativstation vorstellen können.

 

Im Verlauf des Kurses geht es darum, eigene Erfahrungen zu reflektieren und sich auf eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Begleitung schwer- kranker und sterbender Menschen und ihrer An- gehörigen vorzubereiten. 

 

Am 21. September 2017 findet um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten in den Räumen des AHPD statt. 

 

Leben bis zuletzt - Erstqualifizierung 2017/ 2018
Flyer_Erstquali.2017.2018.pdf
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Leben bis zuletzt - Terminübersicht und Inhalte
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Fachtag des Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel

70 Teilnehmer aus 20 verschiedenen Einrichtungen vor Ort

 

„Was am Ende zählt...“ war der Titel des Fachtags des Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel im Evangelischen Krankenaus Herne. Initiator der Veranstaltung war die „Arbeitsgruppe Heime“, die innerhalb des Netzwerks neue Impulse für die weitere Zusammenarbeit geben wollte. Im Mittelpunkt stand die Sorge für diejenigen Bewohner in Senioren-, aber auch Behindertenwohnheimen, die auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens sind.

 

„Wir sind mehr als zufrieden mit dem Verlauf der Tagung“, zog Karin Leutbecher,  Vorstandsvorsitzende des Palliativ-Netzwerk HER, WAN, CAS und Koordinatorin beim AHPD, ein Resümee. „Die Teilnehmerzahl spricht für das Interesse an dem weiteren gemeinsamen Weg unseres Netzwerks. Besonders gefreut hat uns, dass 20 verschiedene Einrichtungen aus der Region vertreten waren.“ Neben vielen verschiedenen Seniorenheimen waren auch eine Behinderteneinrichtung und zwei ambulante Hospizdienste vor Ort.

 

Bei schwülwarmen Wetter waren Referenten und Teilnehmer gleichermaßen gefordert. Nach der  Begrüßung durch Karin Leutbecher führte Brunhilde Schlachter, Einrichtungsleitung im Grete-Fährmann-Seniorenzentrum der AWO und Vertreterin der AG Heime, durch den Tag.

 

Im Fokus der Vorträge standen die Themen Luftnot, Bedeutung von Essen und Trinken, medizinische und pflegerische Aspekte von Schmerzen sowie die Seelsorge bei Patienten am Lebensende. In der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass die würdevolle Versorgung und Begleitung am Lebensende nur im Team (Pflege, soziale Betreuung, Hauswirtschaft, Ärzte, Ehrenamt etc.) gelingen kann. Beeindruckend war, dass alle Podiumsteilnehmer sich auf die sehr persönliche Abschlussfrage einließen, was für sie selber wohl am Lebensende zählen würde. 

 

Alle Referenten der vier Vorträge sowie die Podiumsteilnehmer kamen aus dem eigenen Netzwerk und der Region. Diese Auswahl an Experten verdeutlicht die regionale Expertise auf dem Gebiet der Versorgung und Begleitung am Lebensende in Pflegeheimen. Maßgeblich verantwortlich für die Vorbereitungen und den Ablauf des Tages war Annegret Müller, Koordinatorin beim AHPD. Sie selbst war am Vortrag zum Thema "Bedeutung von Essen und Trinken" beteiligt und war Teilnehmerin der Podiumsdiskussion.

AHPD & Quartier Röhlinghausen arbeiten verstärkt zusammen

Das Quartier Röhlinghausen hat mit Unterstützung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) seit dem 01.04.2017 eine eigene Homepage.

Annegret Müller (Koordinatorin AHPD) und Yvonne Oleszak (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit AHPD) haben mit Sabine Bonk (Quartiersmanagerin des DRK Kreisverband Herne und Wanne-Eickel e.V. in Röhlinghausen) und Edeltraud Krause (ehrenamtliche Webredakteurin) eine inhaltliche Unterstützung und Ergänzung vereinbart. Wir freuen uns auf den Austausch!

12. Mai um 18.00 Uhr -  Eröffnung der Ausstellung "Nach den Dingen - Fotografie | Buch | Installation" von Tabea Borchardt

Begrüßung und Einführung
Karola Rehrmann, Krankenhausseelsorgerin und Koordinatorin des Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst Herne

Musik
Ekkehard Prepens, klassische Konzertgitarre

Ausstellungsdauer
12. Mai bis 22. September 2017

Tabea Borchardt // Fotografie hält das Leben fotografisch überwiegend losgelöst vom Menschen selbst fest. So zeigen Dinge Spuren des Lebens und Stillleben verweisen auf ihre Gebrauchsgeschichte und den Menschen, der dahinter stehen könnte.

Die hier gezeigten fotografischen Wand,- Buch,- und Installationsarbeiten der Fotografin und Künstlerin Tabea Borchardt aus Essen beschäftigen sich unter anderem mit der persönlichen Erfahrung des Verlustes und zeigen, dass der Tod Bestandteil des Lebens selbst ist. Viele der Arbeiten sind persönlich inspiriert, jedoch so offen gehalten, dass eine Identifikation seitens des Publikums dazu einlädt, sich mit relevanten Fragen auseinander zu setzen. Das Leben wird nicht auf Klischees herunter gebrochen gezeigt, sondern in seiner Komplexität und Endlichkeit; der Bedeutsamkeit eines jeden einzelnen Momentes.

Tabea Borchardt studiert seit 2013 Fotografie an der Folkwang Universität der Künste, ist freischaffende Künstlerin und Fotografin sowie Kunstkursdozentin.

   

Herner Palliativtag 2017 im LWL-Museum

 

Der Herner Palliativtag 2017 reihte sich als Fachtagung ein, in die diesjährigen Feierlichkeiten der Jubiläen des Ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes (20 Jahre) und der Palliativstation im EvK Herne (25 Jahre). 

 

Die offizielle Begrüßung der Veranstaltung gebührte dem Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am EvK Herne, Dr. med. Andreas Leodolter. Gemeinsam mit dem Leiter der Palliativstation im EvK Herne, Herrn Dr. med. Wolf Diemer, hatte er zur Fachtagung nach Herne geladen. Sowohl Ärzte, als auch Haupt- und Ehrenamtliche, pflegende Angehörige sowie als auch Interessierte waren angesprochen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach überbrachte in ihrem Grußwort die Grüße vom Bundesminister für Gesundheit und bescheinigte den Institutionen sowie der Stadt Herne eine Vorreiterrolle in der Hospiz- und Palliativarbeit in Nordrhein-Westfalen. Ihr war es ein wichtiges Anliegen, allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in diesem Bereich engagieren, ihre persönliche Hochachtung auszusprechen.

 

Extra aus Wien angereist kam Prof. Dr. Andreas Heller, der an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in Wien an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
Palliative Care und Organisationsethik tätig ist.

 

Mit seinem Vortrag „Hospizarbeit und Palliativ Care – auf dem Weg zu einer Kultur freundschaftlicher Sorge“ schaffte es Prof. Dr. Heller nicht nur die anwesenden Spezialisten, sondern auch die fachfremden, interessierten Besucher zu begeistern. Er selbst wies in seinen Ausführungen auf das so wichtige Zusammenspiel der „fachübergreifenden Teamarbeit“ in der Hospiz- und Palliativarbeit hin. „Es ist wichtig, dass wir die Sterbenden in die Mitte des Lebens holen“, fordert Prof. Dr. Heller. „Wir müssen anerkennen, dass wir das Leiden nicht aus dieser Welt schaffen werden, es gemeinsam aber erträglicher gestalten können“, so der gebürtige Düsseldorfer. Prof. Dr. Heller plädiert für eine „sorgende Gesellschaft“, d.h. dass wir es ermöglichen, dem Wunsch von 90% aller Deutschen nachzukommen, zuhause zu sterben. „Das muss die Perspektive sein“, so der Wissenschaftler für Palliativ Care.

 

Eine Basis für diese Perspektive ist das ehrenamtliche Engagement. Karin Scheer, Hospizkoordinatorin am Universitätsklinikum Essen und Mitglied im Vorstand des Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V., sprach in ihrem anschließenden Vortrag über „Die Zukunft des Ehrenamts in der Hospizarbeit“. Im Rahmen eines Projekts hat der HPV NRW e.V. selbst die „Marke Ehrenamt“ untersucht, um ein „Profil künftiger bürgerschaftlicher Hospizarbeit in NRW“ zu erstellen. Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement „im Kontext hospizlich-palliativer Versorgungsstrukturen“ zu sichern.

 

Karin Scheer machte deutlich, wie wichtig eine grundsätzliche Profilschärfung der bürgerschaftlich und ehrenamtlich geprägten Hospizbewegung gegenüber den „Professionen im Gesundheitssystem“ ist. „Die Hospizarbeit ist eine Frage der Haltung, die sich z.B. im Umgang miteinander, dem Einlassen auf Menschen und das Vertrauen in den anderen äußert“ so die Pfarrerin weiter. Sie warnte zudem vor einem möglichen Werteverlust der Hopizbewegung, der durch den Außendruck marktwirtschaftlicher, medizinischer und politischer Eingriffe erfolge könne.

 

Nach der Mittagspause referierte Dr. med Thomas Sitte, Oberarzt einer Palliativstation in Hünfeld, über die „Behandlung der Dyspnoe in der Palliativversorgung“. Atemnot und die Angst vor dem Erstickungstod sind bedeutende Themen in der palliativen Versorgung. Der Palliativmediziner zeigte unterschiedliche mögliche Maßnahmen auf und regte zur Diskussion und zum Austausch an. Es wurde deutlich, dass es gute und wirksame Ansätze gibt, Luftnot zu lindern.

 

Foto: Prof. Dr. Andreas Heller

 

"Pilgern - Sehnsucht nach Glück"

 

8 Ehrenamtliche und 2 Hauptamtliche des AHPD sind gemeinsam mit dem Zug nach Köln gefahren, um die Ausstellung "Pilgern - Sehnsucht nach Glück" im Rautenstrauch-Joest-Museum zu besuchen.

Die Begegnung mit den unterschiedlichen Religionen, den verschiedensten Pilgerorten und sehr vielfältigen Kulturen hat allen Freude bereitet und zum Nachdenken über die eigenen Kraftquellen und Wünsche angeregt.

Nicht nur beim gemeinsamen Essen kam der Austausch und das miteinander lachen auch nicht zu kurz an diesem Tag. Die Ausstellung gastiert noch bis zum 9. April 2017 in Köln.  

 

http://pilgern.koeln/#prettyPhoto

 

Uniper Hilfsfonds unterstützt Palliativ-Förderverein

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Holger Grzella überreicht Scheck über 4.000 Euro

 

Seit dem Jahr 2000 existiert bei der Firma Uniper und dem Vorgängerunternehmen ein „Hilfsfonds Rest Cent“, in den jeder Mitarbeiter freiwillig den Cent-Betrag, der hinter dem Komma auf seiner Gehaltsabrechnung steht, einzahlen kann. Dieser Betrag wird von dem Unternehmen verdoppelt. „Auf diese Weise konnten wir seitdem insgesamt weit über 1 Million Euro für einen guten Zweck spenden“, berichtet Holger Grzella, Betriebsratsvorsitzender der Uniper Kraftwerke am Standort Ruhrgebiet und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Uniper.

 

In diesem Jahr gehört der Palliativ-Förderverein zu den Einrichtungen, die sich über eine Spende freuen können. Holger Grzella überbrachte einen Scheck über 4.000 Euro, der nun der Palliativstation am Evangelischen Krankenhaus Herne und dem Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) zugute kommt.

 

Auf den Palliativ-Förderverein aufmerksam wurde Holger Grzella durch eine Begegnung mit Ex-FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, der Schirmherr des Palliativ-Fördervereins ist und Grzella von der besonderen Bedeutung der Palliativarbeit für schwerstkranke Patienten in der letzten Lebensphase erzählte.

 

Foto (v.l.): Karin Leutbecher (AHPD), Walter Tschirch (Förderverein), Werner Karnik (Förderverein), Thorsten Kinhöfer (Schirmherr), Holger Grzella (Uniper), Karola Rehrmann (AHPD und Palliativstation) und Frank Obenlüneschloß (Förderverein).

WAZ Herne & Wanne-Eickel zu Gast beim AHPD

WAZ Redakteurin Ute Eickenbusch im Gespräch mit Karin Leutbecher

 

Anlässlich des Jubiläumsjahres sprach Ute Eickenbusch von der WAZ Herne & Wanne-Eickel über die Entwicklung, die der AHPD in den letzten 20 Jahren genommen hat.

 

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"Der Verstand geht, die Gefühle bleiben."

AHPD eröffnet Ausstellung DEMENSCH mit einem Informationsforum

 

Der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst Herne (AHPD) hat am Montag, 9. Januar 2017 gemeinsam mit dem Cartoonisten Peter Gaymann die Ausstellung DEMENSCH in der Herner Sparkasse am Berliner Platz eröffnet.

 

In seiner Begrüßung fand Bürgermeister Erich Leichner passende Worte zum Einstieg in das nicht einfache Thema der Veranstaltung. „Der Verstand geht, die Gefühle bleiben“, so beschrieb Leichner die Situation eines an Demenz Erkrankten.

 

Ziel der Ausstellung ist es, dem Thema die Schwere zu nehmen. „Sie soll eine Einladung sein, sich dem Thema Demenz auf eine leichte Art zu nähern“, erklärt Annegret Müller, Koordinatorin beim AHPD. „Die Ausstellung soll neugierig, vielleicht auch nachdenklich machen, um der Herausforderung mit Offenheit begegnen zu

können“, so die Initiatorin der Veranstaltung.    

 

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung konnten sich die Besucher selbst ein Bild von Peter Gaymann und seiner Arbeit machen. Der Cartoonist, der vor allem durch seine über 20-jährige Tätigkeit für die Zeitschrift „Brigitte“ und seine Hühner-Zeichnungen bekannt geworden ist, erzählte, dass er durch das Gespräch mit einem befreundeten Arzt zu dem Thema Demenz gekommen sei. Seit 2010 widmet er sich seinen DEMENSCH-Cartoons und die Nachfrage reißt nicht ab. „Gerade wenn es ernst wird, darf man den Humor nicht verlieren“, so Gaymann, der sich selbst als Cartoonisten und Humoristen bezeichnet. Der Künstler signierte seine Bücher und Kalender und nahm sich bei jeden Einzelnen die Zeit für einen individuellen Cartoon.

 

Auch der anschließenden Podiumsdiskussion zur Fragestellung „Wie kann ein Leben bis zuletzt –trotz Demenz – möglich sein?“, wohnte Gaymann noch mit Interesse bei.

 

Die Vertreter aus verschiedenen Einrichtungen in Herne waren sich einig, dass das Thema Demenz in der Gesellschaft angekommen, der offene Umgang damit jedoch immer noch ein Tabu ist. „Das selbstgesteckte Ziel, die betroffenen Patienten zu Hause zu erreichen, haben wir noch nicht verwirklichen können“, berichtete Annegret Müller. Pfarrer Frank Obenlüneschloß, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins „Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.“, zog abschließend das Fazit, dass „wir in Herne bei der Betreuung von Demenzpatienten gut aufgestellt sind. Wichtig ist, dass wir uns den Bedürfnissen der Angehörigen stellen und die Begleitung am Lebensende aus der Tabuecke herausholen.“

Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst
Bahnhofstr. 137
44623 Herne

info@ahpd-herne.de
Fon 02323.988 290

Fax 02323.988 2910

 

 

 

 

Informationen für

ehrenamtlich Interessierte 

Infobrief Ausgabe 28
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