Aktuelles

DIE ZEITSCHENKER - Ambulanter Hospizdienst präsentiert sich beim Benefizfest mit neuem Claim

 

Seit 1997 begleitet und berät der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) schwerkranke und sterbende Menschen mit ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase. Der Hospizdienst hat sich in den vergangenen 21 Jahren zu einem Kompetenzzentrum mit den Schwerpunkten der Sterbebegleitung, Trauer und Demenz entwickelt.

 

„Auch, wenn wir in unserer Stadt einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben, so ist es vielen Außenstehenden nicht klar, welche Leistungen wir anbieten“, berichtet Karin Leutbecher, eine der drei Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes. „Der lange Name unseres Dienstes ist immer wieder ein Zungenbrecher und die häufig verwendete Abkürzung AHPD ist verwirrend. Dies haben wir uns zu Herzen genommen und nach einer Begrifflichkeit gesucht, die den Menschen das besondere Angebot unseres Hospizdienstes näherbringt“, erläutert Koordinatorin Karola Rehrmann.

DIE ZEITSCHENKER ist der neue Claim des Ambulanten Hospizdienstes, der ab sofort als Zusatz und auch als Alternative zum Namen in der Kommunikation eingesetzt werden wird. DIE ZEITSCHENKER verdeutlicht das, was eine der wichtigsten Aufgaben in der Hospizarbeit ist, Betroffenen und Angehörigen Zeit zu schenken. Es sind kleine Auszeiten, die das Team der Haupt- und Ehrenamtlichen durch ihre Beratungen und Begleitungen Zuhause, in Heimen und Krankenhäusern ermöglicht. Die Palliativstation des EvK Herne, die mit dem Hospizdienst einen gemeinsamen Förderverein hat, ist dabei einer der zentralen Einsatzorte der Begleitungen. In unserer heute sonst so schnelllebigen Zeit ist es für alle Beteiligten selbstverständlich, Begegnungen mit Patienten und Angehörigen mit Bedacht auf die individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu gestalten.

 

Erstmals in Erscheinung treten DIE ZEITSCHENKER am kommenden Samstag, 28. Juli auf dem Benefizfest des Herner Förderturm e.V. „Die Besucher können sich darauf freuen, dass ihnen an unserem Stand keine Zeit genommen, sondern einfach mal etwas Zeit geschenkt wird. Bei einer Handmassage, einer vorgelesenen Geschichte, im Gespräch oder beim Stöbern durch das vielfältige Angebot der Kreativgruppe, möchte das Team vor Ort für kleine Auszeiten im Alltag sorgen“, erklärt Koordinatorin Annegret Müller die Intention der Präsentation bei der Herner Veranstaltung.

Unterstützung bei der Findung und grafischen Umsetzung des Claims hatte der Hospizdienst durch die Bochumer Agenturen OffensivTaktik - Agentur für Kommunikation und BODESIGN Jan Scheibeck, die dem Hospizdienst regelmäßig in den Bereichen Kommunikation und Grafik zur Seite stehen.

Angebot Demenz-Zirkel - Der Lange Abschied

Ein Angebot des Ambulanten Hospizdienst Herne in Kooperation mit der VHS Herne

 

Wenn von „langem Abschied“ die Rede ist, dann oft in Verbindung mit einer Demenzerkrankung. Betroffene müssen sich von vielen Fähigkeiten verabschieden. Diese Verluste werden begleitet von Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit, Zorn und Verzweiflung. Ebenso gehen Angehörige durch ein Wechselbad der Gefühle. Sie werden mit Verhaltensweisen konfrontiert, die nicht dem gewohnten Umgang entsprechen. Gefühle wie Wut, Enttäuschung, Trauer und Schuld werden her- vorgerufen.

 

Neben unserem Schwerpunkt der Beratung, Begleitung und ehrenamtlichen Unterstützung in der letzten Lebenszeit möchten wir Ihnen mit dem zusätzlichen Angebot „Demenz-Zirkel“ die Möglichkeit geben, mehr über die Gefühle Ihres dementen Angehörigen zu er- fahren. Tauchen Sie in seine Welt ein, tauschen Sie sich mit anderen Angehörigen aus und werden Sie sich darüber bewusst, was Ihr Angehöriger und Sie selbst neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung auf dem letzten Lebensweg sonst noch brauchen und sich wünschen. 

 

Übersicht Angebot und Termine Demenz-Zirkel

Gehen ist die beste Medizin - Bewegung in der Trauer  

 

Gemeinsam mit dem TV Börnig-Sodingen wird der Ambulante Hospizdienst Trauerspaziergänge rund um die Akademie-Mont-Cenisanbieten. Unter dem Motto „Bewegung in der Trauer“ sind alle Herner Bürgerinnen und Bürger angesprochen, die einen nahen Angehörigen verloren haben.

 

Das kostenlose Angebot richtet sich an Trauernde, unabhängig von Religion oder Weltanschauung, die sich in der Natur gemeinsam mit anderen Betroffenen bewegen möchten. Es darf gesprochen oder auch geschwiegen werden, das Tempo bestimmen die Teilnehmer. Da bei allen vier Spaziergängen immer der gleiche Weg gegangen wird, kann das Werden und Vergehen durchaus auch in Beziehung mit der erlebten Trauer gesetzt werden.

 

„Es wird kein Thema von uns vorgegeben, über das gesprochen wird“, erläutert Karola Rehrmann, Koordinatorin beim AHPD, den Ablauf. „Die Gesprächsthemen kommen von den Teilnehmern selbst. Es gibt jedoch einen gemeinsamen Anfang und einen gemeinsamen Schluss.“

„Im gemeinsamen Gehen redet es sich oft leichter, festgefahrene Gedanken können sich lösen und die Natur kann als Kraftquelle genutzt werden“, macht Kerstin Tischler, Mitglied und Übungsleiterin im TV Börnig-Sodingen, die Idee des gemeinsamen Projekts deutlich. „Aber auch wer das Bedürfnis hat, mal alleine zu sein und den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen, hat dazu die Möglichkeit.“

 

Der Weg um die Akademie wurde von den beiden Initiatorinnen bewusst gewählt, weil diesen auch Menschen mit einer Gehbehinderung laufen können. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, sich zwischendurch mal auf eine der zahlreichen Bänke zu setzen.

 

„Wir wollen den Trauernden ein unverbindliches Angebot machen, die innere Bewegung der Trauer in eine äußere Bewegung umzusetzen und dabei mit anderen Trauernden ins Gespräch zu kommen“, so Karola Rehrmann über die Intention des Angebots. „Die äußere Bewegung kann zu einer inneren Ruhe führen. Das macht den Kopf freier und andere Gedanken werden möglich.“

 

Zur Terminübersicht: Termine Trauerspaziergänge

Kreativgruppe spendet 1.400 Euro an Förderverein

 

"Handarbeitet verbindet und bringt in Bewegung", das ist das Motto der Kreativgruppe des "Fördervereins Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.".

Seit 2016 wird jeden zweiten Montag im Monat gestrickt, gehäkelt, genäht, gewerkelt, aber auch gebacken und gekocht. Sogar ein eigener Likör wurde schon kreiert, dieser war auch in 2017 beim Verkauf auf dem Herner Weihnachtsmarkt, eines der beliebtesten Produkte.

Die Kreationen der Kreativgruppe wurden im vergangenen Jahr von dem Team auf Basaren, Märkten, Informationsveranstaltungen und in der Karitativen Hütte verkauft, so dass ein stolze Spendensumme von 1.400 Euro an Frank Obenlüneschloß, den Vorsitzenden des Fördervereins, übergeben werden konnte.

Herzlichen Dank für dieses tolle Engagement!

 

 Wir wünschen ein freudiges und gesegnetes Osterfest 

 

Wenngleich der Schatten von Jesu Tod über dem Karfreitag liegt,

gibt uns das Wunder seiner Auferstehung

das Licht der Hoffnung,

das uns an jedem Osterfest leuchtet:

Der Tod ist nicht das Ende!"

 

(Sabine Bröckel)

 

„Die Frischlinge treffen auf die alten Hasen“ -

Großer Gruppenabend beim Ambulanten Hospizdienst

 

Der letzte Kurs zur Erstqualifizierung ist Anfang des Jahres zu Ende gegangen, traditionell folgt ein „großes Gruppentreffen“, bei dem sich die neuen und die erfahrenen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen untereinander kennenlernen.

 

Direkt beim Eintreffen wurden die Ehrenamtlichen mit einem Duft von frischen Waffeln begrüßt. Annegret und Egbert Müller hatten vor Beginn des großen Gruppenabends fleißig vorgebacken, so dass die Gäste erst einmal ankommen, und beim Austausch untereinander die Waffeln genießen konnten.

 

Nach der Begrüßung durch Karola Rehrmann gab es Zeit für eine besondere Art der Begegnung und des Kennenlernens der „Frischlinge“ und der „alten Hasen“. Karin Leutbecher hatte ein paar Fragen vorbereitet bei deren Beantwortung man sich jeweils für eine Ecke im Raum entscheiden und zuordnen musste. Viel Bewegung und interessante Neuigkeiten über den Nebenmann und die Nebenfrau kamen auf. Vom Gemütszustand, über das Geburtsdatum bis hin zur Zugehörigkeit zum Team der Ehrenamtlichen des Fördervereins. Mit der abschließenden Frage zur Zugehörigkeit kristallisierte sich u.a. auch die Gruppe heraus, die zuletzt den Kurs der Erstqualifizierung abgeschlossen hatte und an diesem Abend ganz offiziell in das Team aufgenommen werden sollte. Symbolisch bekamen „die Neuen“ von „den Alten“ einen Pin mit dem Lebensbaum angesteckt. Ein besonderer Moment für alle im Raum.

 

Im Anschluss begann der Losverkauf für eine Tombola, deren Preise zum Teil noch vom Weihnachtsmarkt auf dem Hof Große-Lahr stammten. Der Hauptpreis, eine Reise nach Garmisch-Partenkirchen, war damals nicht gezogen worden und wurde deshalb von den Stiftern für die Ehrenamtlichen des „Fördervereins Palliativstation im EvK und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.“ zur Verfügung gestellt. Annegret Müller und Martina Spiza, Krankenschwester auf der Palliativstation, machten es bei der Vergabe der Preise spannend. Von Preis Nummer 15 bis zum Hauptpreis wurden die Gewinner einzeln aufgerufen. Den Hauptpreis konnte letztlich Hans-Jürgen Klugstedt, ein Teilnehmer der letzten Erstqualifizierung, mit Hause nehmen. Wenn das mal kein gelungener Einstand ist!

 

Danke für diesen schönen Gruppenabend, wir freuen uns sehr, dass das Team der Ehrenamtlichen weiter wächst!

 

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Förderverein freut sich über Spende für wachsende Aufgaben

Erlös von 5.000 Euro beim Weihnachtsmarkt auf dem Hof Große-Lahr

 

Der Weihnachtsmarkt auf dem Hof Große-Lahr hat Tradition in Herne, in diesem Jahr kommt der Erlös der Veranstaltung erstmals dem „Förderverein Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.“ zugute. Als Veranstalter war der Beirat des Fördervereins auf dem Hof Große-Lahr zu Gast und wurde dabei tatkräftig von der „Herner Freimaurerloge Eiche auf roter Erde“ und der Kreativgruppe des Fördervereins unterstützt. Durch eine Tombola, den Verkauf von Speisen, Getränken und Gebasteltem sowie eine Aufstockung durch die Mitglieder der Loge, konnte ein Erlös in Höhe von 5.000 Euro erzielt werden.

 

Knapp 100 Patienten und ihre Angehörigen wurden im Jahr 2017 durch ehrenamtliche Arbeit des ambulanten Hospizdienstes unterstützt, etwa die Hälfte davon besuchten die Mitarbeiter in Pflegeheimen, die anderen Begleitungen fanden in der häuslichen Umgebung und in Krankenhäusern statt. Hinzu kamen zahlreiche Beratungen, die vom hauptamtlichen Team übernommen wurden.

 

Auch die Erstqualifizierung der Ehrenamtlichen ist Teil der Arbeit des Fördervereins. Derzeit sind es 60 Frauen und Männer die ehrenamtlich tätig sind. 11 von ihnen schenken regelmäßig auf der Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Herne Zeit und sorgen für kleine Auszeiten für die Patienten.

 

Im vergangenen Jahr wurden 190 schwerkranke und sterbende Menschen auf der Palliativstation im EvK Herne behandelt und betreut.

 

Der „Förderverein Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V.“ bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für die stolze Spendensumme, die der Arbeit in beiden Einrichtungen zugutekommen wird.

 

Erstqualifizierung für ehrenamtliche Mitarbeiter

13 Teilnehmer beenden Kurs mit Bescheinigung

 

13 TeilnehmerInnen haben ihre Bescheinigung für die Erstqualifizierung als ehrenamtliche MitarbeiterInnen erhalten.

Der Abend startete mit einer Überraschung durch Hans-Jürgen Klugstedt, der die Gruppe mit selbstgebackenem Kaiserschmarrn erfreute. Die darauf folgende Feedbackrunde hat machte deutlich, dass alle sehr viel für sich und ihre zukünftige Arbeit aus dem Kurs mitnehmen konnten.

Besonders hervorgehoben wurde von allen, wie offen und wertschätzend die Gruppe miteinander umgegangen ist und, dass bei aller Schwere in den Themen viel gelacht wurde.

Stellvertretend für das Leitungsteam des Kurses bekamen die Koordinatorinnen Karola Rehrmann und Karin Leutbecher ein Dankeschön in Form eines Blumenstraußes.

Frank Obenlüneschloß, Vorsitzender des Fördervereins Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD) e.V., überreichte den Anwesenden ihre Teilnahmebescheinigungen.

Zum Abschluss nahmen alle noch gute Wünsche mit, diese haben sich die Teilnehmer auf einen Zettel auf den Rücken geschrieben.die Vorstellung, wie sie das Thema nun angehen können.

 

Patientenverfügung bleibt Thema mit vielen Fragen

AHPD berät auch im Bereich der Vorsorge 

 

Bereits zum fünften Mal hatte das Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Patientenverfügung“ eingeladen, beinahe 100 Interessierte sind der Einladung gefolgt. Ziel war es, „...dass Sie am Ende der Veranstaltung nicht sagen, ich habe die richtige Patientenverfügung gefunden, sondern dass Sie eine Vorstellung haben, wie Ihre persönliche Patientenverfügung aussehen könnte", machte der Jurist Klaus-Joachim Puls in seinem Impulsvortrag deutlich. Nach fast 2 Stunden intensiver Auseinandersetzung gingen sicher viele mit neuen Gedanken aber auch Fragen nach Hause. 

 

Um den Ratsuchenden individuelle Unterstützung bei den Fragen rund um die "Formen der Vorsorge" zu bieten, steht im Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst nun schon seit drei Jahren ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zur Verfügung, die alle Fragen rund um die persönlichen Vorsorgedokumente mit Interessierten durchsprechen. Auch hier gehen die Ratsuchenden selten mit einem fertigen Dokument nach Hause, aber durch die Möglichkeit der persönlichen Fragestellungen konkretisiert sich die Vorstellung, wie sie das Thema nun angehen können.

 

Die nächsten Termine zur "Themensprechstunde Patientenverfügung" finden Sie in unserem Terminkalender.

 

 

AHPD bietet Gesprächsgruppe für Trauernde an

Erster Termin am 6. Februar 2018 

 

Wer einen nahestehenden Menschen verloren hat, trauert. Nichts ist mehr wie es war, alles hat sich verändert.

 

Auch wenn jeder und jede einen ganz persönlichen Trauerweg gehen muss, kann es trotzdem hilfreich sein, sich mit anderen auszutauschen, anderen zuzuhören und so gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln.

 

Wir laden Sie herzlich zu einer festen Gesprächsgruppe für Trauernde ein.

Ausführliche Informationen zur Anmeldung und den Terminen finden Sie hier Trauerbegleitung.

 

Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst
Bahnhofstr. 137
44623 Herne

info@ahpd-herne.de
Fon 02323.988 290

Fax 02323.988 2910

 

 

 

@DIEZEITSCHENKER

 

 

Infobrief Ausgabe 30
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